Liebe Rottweiler-Freunde,
heute möchten wir euch über ein aktuelles informieren, das sich letzte Woche an der Autobahn A8 bei Anger ereignet hat. Wie Bayernwelle berichtet, hat die Grenzpolizei Piding bei einer Routinekontrolle zwei etwa acht Wochen alte Rottweiler-Welpen in einer Transportbox entdeckt. Die Fahrzeugführer konnten keine gültigen Papiere vorlegen, was die Behörden sofort hellhörig machte. Eine Diensthundeführerin der Zentralen Einsatzdienste Traunstein wurde hinzugezogen, und das Veterinäramt wurde informiert. Die kleinen Rottweiler wurden beschlagnahmt und vorerst im Tierheim Freilassing untergebracht, wo sie nun in Sicherheit sind.
Ein wachsendes Problem: Illegaler Tierhandel in Deutschland
Dieser Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf ein Problem, das in Deutschland, besonders in Bayern, immer mehr zunimmt: den illegalen Tierhandel. Nicht nur exotische Tiere wie Vögel oder Reptilien sind betroffen, sondern auch unsere geliebten Hunde – und leider auch Rottweiler. Welpen, die unter erbärmlichen Bedingungen transportiert werden, sind keine Seltenheit. Oft fehlen Impfungen, gesundheitliche Kontrollen oder jegliche Dokumentation, was nicht nur das Leben der Tiere gefährdet, sondern auch ein Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellt.
Laut Gerhard Holzinger, Dienststellenleiter der Pidinger Grenzpolizei, stammen viele dieser Tiere aus Südosteuropa oder dem Balkan. Deutschland dient dabei häufig als Transitland, bevor die Welpen in westliche Länder wie Frankreich weiterverkauft werden. Die Schmuggelrouten führen dabei nicht selten über bayerische Autobahnen wie die A8 – ein Umstand, der die Polizei vor große Herausforderungen stellt.
Warum Rottweiler besonders betroffen sind
Rottweiler sind aufgrund ihrer Beliebtheit als treue Begleiter, Schutz- und Arbeitshunde eine begehrte Rasse. Leider macht sie genau das auch zu einem Ziel für skrupellose Händler, die mit dem Leid der Tiere Profit machen wollen. Welpen, die in solch jungen Wochen ohne Rücksicht auf ihre Bedürfnisse transportiert werden, haben oft gesundheitliche Probleme und leiden unter den Folgen schlechter Aufzuchtbedingungen. Für uns als Rottweiler-Liebhaber ist das besonders schmerzhaft mitanzusehen.
Was wird dagegen getan?
Die gute Nachricht: Die Behörden schlafen nicht. In den letzten Jahren wurden die Maßnahmen gegen den illegalen Tierhandel verschärft. Kontrollen wie die an der A8 zeigen, dass die Polizei wachsam ist und konsequent handelt. Die beiden Welpen sind nun in guten Händen und werden hoffentlich bald ein liebevolles Zuhause finden. Doch dieser Fall ist nur die Spitze des Eisbergs – es braucht weiterhin Aufklärung und Engagement, um den illegalen Handel einzudämmen.
Was können wir tun?
Als Rottweiler-Community können wir unseren Teil dazu beitragen:
- Kauft verantwortungsvoll: Wer einen Rottweiler-Welpen sucht, sollte sich an seriöse Züchter wenden, die ihre Tiere mit Sorgfalt und Liebe aufziehen.
- Meldet Verdächtiges: Wenn euch Angebote im Internet oder anderswo dubios vorkommen, informiert die Behörden.
- Unterstützt Tierheime: Viele beschlagnahmte Tiere wie die beiden Welpen von der A8 landen in Tierheimen – sie brauchen unsere Hilfe.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere geliebten Rottweiler nicht länger Opfer solcher Machenschaften werden. Bleibt wachsam und informiert – für das Wohl unserer vierbeinigen Freunde!
Quelle: Bayernwelle – Rottweiler-Welpen an der A8 beschlagnahmt