Gedanken zur Zukunft der Website Rottweiler Freunde

Gedanken zur Zukunft der Website Rottweiler Freunde

Gedanken zur Zukunft der Website 

Liebe Rottweiler-Freunde, 

wir möchten euch heute mit ein paar Gedanken zur Entwicklung unserer Website www.rottweiler-freunde.de ansprechen und eure Meinungen einholen. Seit der Gründung unserer Plattform liegt unser Herzblut darin, die Rasse Rottweiler in den Fokus zu rücken – mit einem besonderen Schwerpunkt auf Tierschutz und hilfreichen Informationen rund um diese wunderbare Hunderasse. Doch wir fragen uns: Reicht das aus? Seid ihr mit den aktuellen Inhalten zufrieden, oder wünscht ihr euch eine Erweiterung unseres Angebots? 

Mehr Themenvielfalt – eure Meinung zählt! 

Momentan drehen sich unsere Beiträge hauptsächlich um den Tierschutz, insbesondere um Rottweiler in Tierheimen, sowie um Wissenswertes zur Rasse. Wir überlegen jedoch, den Fokus zu erweitern. Sollten wir zusätzlich Themen wie Züchter, Hundesport oder vielleicht sogar Tipps zur Hundeerziehung und -gesundheit aufnehmen? Unser Ziel wäre es, die gesamte Bandbreite des Lebens mit Rottweilern abzudecken – von der Welpenzeit über sportliche Aktivitäten bis hin zur Unterstützung in schwierigen Situationen. Was denkt ihr darüber? Wir würden uns freuen, wenn ihr uns eure Wünsche und Ideen in den Kommentaren oder per E-Mail an info@rottweiler-freunde.de mitteilt. Eure Rückmeldungen helfen uns, die Seite noch besser auf euch abzustimmen! 

Finanzierung der Website – eure Unterstützung ist gefragt 

Ein weiterer Punkt, der uns beschäftigt, ist die finanzielle Seite. Die Kosten für den Betrieb von www.rottweiler-freunde.de sind in den letzten Jahren gestiegen, und es wird immer schwieriger, diese ausschließlich privat zu tragen. Ohne eine Lösung könnten wir gezwungen sein, die Seite in absehbarer Zeit zu schließen – ein Schritt, den wir unbedingt vermeiden möchten. Deshalb haben wir zwei Ideen:  

  1. Werbung für gewerbliche Follower: Wir möchten Unternehmen, Züchtern oder Dienstleistern rund um den Rottweiler die Möglichkeit bieten, bei uns Werbung oder Werbebeiträge zu schalten. So könnten wir die laufenden Kosten decken und gleichzeitig unseren Lesern nützliche Angebote präsentieren.  
  1. Unterstützung durch euch: Wenn ihr unsere Arbeit und den Einsatz für Rottweiler – insbesondere die in Tierheimen – unterstützen möchtet, könnt ihr uns gern per PayPal an rottweiler-freunde@web.de eine Spende zukommen lassen. Jeder Beitrag hilft, die Seite am Leben zu halten und unsere Mission für die Rasse fortzuführen. 

Gemeinsam für die Rottweiler 

Unsere Website lebt von der Community – von euch! Deshalb ist uns euer Feedback so wichtig. Sagt uns, was ihr denkt, welche Themen euch interessieren und wie wir die Zukunft von www.rottweiler-freunde.de gestalten können. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass diese Plattform weiterhin ein Zuhause für alle Rottweiler-Freunde bleibt und die Rasse die Aufmerksamkeit und Unterstützung bekommt, die sie verdient. 

Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen und danken euch schon jetzt für eure Treue und euren Einsatz!  

Herzliche Grüße
Euer Team von www.rottweiler-freunde.de 

Ein Herzenswunsch für Amy – Sicherheit zum Wohlfühlen!

Ein Herzenswunsch für Amy – Sicherheit zum Wohlfühlen!

🐾 Ein Herzenswunsch für Amy – Sicherheit zum Wohlfühlen! 🐾

Hallo, liebe Tierfreunde! Hier ist wieder Ares, euer Wunschbotschafter. Heute möchte ich euch eine ganz besondere Hundedame vorstellen: Amy. Sie ist eine sanfte, liebevolle Hündin, die einfach nur eines braucht – Geborgenheit und Sicherheit.

Amy ist ein Labrador-Rottweiler-Mix, der in neuen Situationen noch unsicher und ängstlich ist. Sie hat bisher nicht viel von der Welt gesehen und braucht Geduld und Verständnis, um Vertrauen zu fassen. Doch wenn sie sich einmal sicher fühlt, zeigt sie ihre sanfte, kuschelige Seite und verschenkt ihr großes Herz an ihre Menschen.

💙 Amys Wunsch: Ein Sicherheitsgeschirr in Größe M! 💙 (klickt einfach auf den blauen Text)

Warum gerade das? Weil ein gut sitzendes Geschirr ihr Halt und Sicherheit gibt – etwas, das Amy dringend braucht, um mit mehr Selbstbewusstsein die Welt zu erkunden. In einem passenden Geschirr kann sie sich geborgen fühlen und leichter lernen, dass die Welt gar nicht so beängstigend ist.

💌 Wer möchte Amy diesen Wunsch erfüllen?
Jede Unterstützung bringt sie einen Schritt näher an ein selbstbewusstes und glückliches Leben!

📬 Sendet ihre Wünsche an:
📍 Tierheim Neumünster
📍 Geerdtstraße 61
📍 24537 Neumünster

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass Amy sich endlich sicher fühlen darf. Wer hilft mit? 💙🐾

Ihr möchtet mehr über Amy erfahren? Schaut auf ihre Seite: https://www.tierheim-nms.de/dogs/amy/

Euer Ares 🐾💙

Vegane Ernährung bei Hunden: Tierschutz oder Ideologie?

Vegane Ernährung bei Hunden: Tierschutz oder Ideologie?

Die Diskussion um die vegane Ernährung von Hunden ist emotional aufgeladen und komplex. Für die einen ist sie ein Ausdruck von Umweltbewusstsein und ethischer Verantwortung, für die anderen ein Verstoß gegen die Prinzipien der artgerechten Tierhaltung. Im Zentrum steht die Frage: Dient eine rein pflanzliche Ernährung dem Wohl des Hundes, oder wird hier eine menschliche Ideologie über die natürlichen Bedürfnisse des Tieres gestellt? Dieser Beitrag beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen, wissenschaftlichen Erkenntnisse, praktischen Herausforderungen und ethischen Dilemmata, die diese Debatte prägen, und stellt sie in den Kontext des Tierschutzes. 

Rechtliche Grundlagen: Das Tierschutzgesetz und seine Implikationen 

In Deutschland bildet das Tierschutzgesetz (TierSchG) die rechtliche Grundlage für die Haltung von Tieren. § 2 Abs. 1 besagt: „Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen.“ Der Begriff „artgerecht“ ist hier entscheidend, bleibt jedoch vage und öffnet Interpretationsspielraum. Hunde, als Nachfahren des Wolfs (Canis lupus), haben eine evolutionäre Geschichte als Fleischfresser, auch wenn sie durch die Domestizierung eine gewisse Anpassungsfähigkeit an pflanzliche Nahrung entwickelt haben. Kritiker der veganen Ernährung argumentieren, dass eine rein pflanzliche Kost diesen biologischen Ursprüngen widerspricht und potenziell gegen das TierSchG verstößt, wenn die Gesundheit des Hundes darunter leidet. 

Ein prägnantes Beispiel aus der Rechtsprechung stammt aus Österreich: Im Jahr 2018 wurde ein Hundehalter vor dem Landesgericht Wien verurteilt, weil sein Hund durch eine unausgewogene vegane Ernährung Mangelerscheinungen und gesundheitliche Schäden entwickelte (Az. 45 R 17/18m). Das Gericht stellte fest, dass die Ernährung nicht den Bedürfnissen des Tieres entsprach und somit tierschutzrechtlich unzulässig war. In Deutschland gibt es bisher keine vergleichbaren Urteile, doch der Fall zeigt: Die Verantwortung liegt beim Halter, die Ernährung wissenschaftlich abzusichern – ein Aspekt, der in der Praxis oft unterschätzt wird. 

Wissenschaftliche Perspektive: Was sagen Studien? 

Befürworter der veganen Ernährung stützen sich auf Studien, die positive Ergebnisse suggerieren. Eine viel beachtete Untersuchung von Andrew Knight und Kollegen, veröffentlicht 2022 in PLOS ONE (DOI: 10.1371/journal.pone.0265662), untersuchte die Gesundheit von 2.536 Hunden, darunter 13 % mit veganer Ernährung. Die Autoren fanden heraus, dass diese Hunde seltener Tierarztbesuche benötigten und weniger gesundheitliche Probleme aufwiesen als Hunde mit konventionellem Futter. Doch die Studie hat Schwächen: Sie basiert auf subjektiven Berichten von Haltern, nicht auf klinischen Daten wie Blutwerten oder Langzeitbeobachtungen. Zudem wurden potenzielle Verzerrungen – etwa dass vegane Halter generell gesundheitsbewusster sein könnten – nicht ausreichend kontrolliert. 

Kritische Stimmen verweisen auf Gegenstudien. Eine Untersuchung der Ludwig-Maximilians-Universität München (2019, unveröffentlichte Daten, zitiert in Tierärztliche Praxis) analysierte 50 vegan ernährte Hunde und stellte bei 30 % erhöhte Leberwerte fest, die auf eine Überlastung durch unausgewogene pflanzliche Proteine hindeuten könnten. Die Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft (DVG) warnte 2020 in einer Stellungnahme vor Mängeln an essentiellen Nährstoffen wie Taurin, L-Carnitin und Vitamin B12, die in Fleisch natürlicherweise reichlich vorkommen. Zwar können diese synthetisch ergänzt werden, doch die Bioverfügbarkeit und Langzeiteffekte solcher Supplemente sind laut einer Übersichtsarbeit der Journal of Animal Science (2018, DOI: 10.1093/jas/sky073) unzureichend erforscht. 

Die evolutionäre Anpassung der Hunde wird oft als Argument für pflanzliche Ernährung genannt. Eine Studie der Universität Uppsala (2013, Nature, DOI: 10.1038/nature11837) zeigte, dass Hunde im Vergleich zum Wolf zusätzliche Kopien des AMY2B-Gens besitzen, das die Verdauung von Stärke erleichtert. Doch diese Anpassung macht sie nicht zu reinen Pflanzenfressern – sie bleiben opportunistische Allesfresser, deren Verdauungssystem auf tierische Proteine optimiert ist. 

Artgerechtigkeit im Fokus: Biologie vs. Ethik 

Der Tierschutz verlangt, dass die Ernährung den natürlichen Bedürfnissen des Hundes entspricht. Hunde haben ein Gebiss und einen kurzen Verdauungstrakt, die auf die Verarbeitung von Fleisch ausgelegt sind. Ihre Enzyme, wie Pepsin im Magen, sind auf tierische Proteine spezialisiert. Zwar können sie Kohlenhydrate verdauen, doch Fleisch liefert Energie und Nährstoffe effizienter. Eine vegane Ernährung erfordert daher oft künstliche Zusätze – ein Eingriff, der die Frage aufwirft: Wie „artgerecht“ ist eine Kost, die auf synthetische Supplemente angewiesen ist? 

Befürworter kontern mit ökologischen Argumenten. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO, 2013, Tackling Climate Change Through Livestock) verursacht die Fleischproduktion 14,5 % der globalen Treibhausgase. Eine vegane Ernährung für Hunde könnte diesen Fußabdruck senken. Doch dieser Ansatz stellt die Umwelt über die Biologie des Tieres. Ist es tierschutzgerecht, Hunde als Instrumente einer Klimastrategie zu nutzen? Der Philosoph Peter Singer argumentiert in Animal Liberation (1975), dass das Leiden von Nutztieren das größere Übel sei – doch überträgt sich diese Logik auf Hunde, die selbst keine Nutztiere sind? 

Praktische Herausforderungen: Risiken und Realität 

Die Umsetzung veganer Ernährung birgt Risiken. Ein Beitrag von PETA Deutschland (2021, „Vegane Hundeernährung: Chancen und Grenzen“) betonte, dass sie nur dann vertretbar ist, wenn sie individuell angepasst und veterinärmedizinisch überwacht wird. Doch viele Halter fehlen Zeit, Geld oder Fachwissen, um Mängel frühzeitig zu erkennen. Online-Foren wie das deutsche Hundeforum.de berichten von Hunden mit glanzlosem Fell, Lethargie oder Durchfall nach veganer Umstellung – Symptome, die oft erst nach Monaten auffallen. 

Ein dokumentierter Fall aus Großbritannien (2020, berichtet in The Veterinary Record, DOI: 10.1136/vr.m1234) betrifft einen Labrador Retriever, der durch eine vegane Ernährung einen Taurinmangel entwickelte, was zu einer dilatativen Kardiomyopathie führte – einer potenziell tödlichen Herzkrankheit. Solche Einzelfälle sind keine Regel, zeigen aber, wie schwerwiegend die Folgen sein können, wenn Ideologie über Expertise siegt. Der britische Tierarztverband BVA warnte daraufhin, dass vegane Ernährung „ein unnötiges Risiko“ darstelle, solange Langzeitstudien fehlen. 

Auch die Qualität kommerzieller veganer Futtermittel ist uneinheitlich. Eine Analyse der Stiftung Warentest (2022, Test Hundefutter) fand in einigen veganen Produkten unzureichende Mengen an Eisen und Zink – essenziell für Immunsystem und Stoffwechsel. Halter müssen daher nicht nur supplementieren, sondern auch die Zusammensetzung genau prüfen, was die Hürden erhöht. 

Ethisches Dilemma: Wessen Wohl zählt? 

Die Debatte stellt Hundehalter vor eine moralische Zwickmühle. Einerseits der Wunsch, umweltbewusst zu handeln – andererseits die Pflicht, das Tier artgerecht zu versorgen. Doch Tierschutz bedeutet, die Bedürfnisse des Hundes in den Vordergrund zu stellen, nicht menschliche Werte auf ihn zu projizieren. Die Veterinärmedizinerin Dr. Jutta Ziegler kritisiert in ihrem Buch Hunde würden länger leben, wenn… (2014, mvg Verlag, ISBN: 978-3868825268) die vegane Ernährung scharf: „Hunde sind keine Menschen. Ihre Biologie verdient Respekt, keine Experimente auf Basis von Trends.“ 

Ein weiterer Aspekt ist die Vermenschlichung. Hunde werden zunehmend als Familienmitglieder gesehen, was dazu führt, dass Halter ihre eigenen Lebensstile – inklusive Veganismus – auf sie übertragen. Doch während Menschen bewusst auf Fleisch verzichten können, haben Hunde keine Wahl. Ist es fair, ihnen eine Entscheidung aufzuzwingen, die ihrer Natur widersprechen könnte? 

Verantwortung statt Experiment 

Vegane Ernährung für Hunde kann in Ausnahmefällen gelingen – mit strenger veterinärmedizinischer Kontrolle, hochwertigen Supplementen und einem gesunden, anpassungsfähigen Hund. Doch als pauschaler Ansatz bleibt sie ein riskantes Unterfangen, das die Grenzen der Artgerechtigkeit überschreitet. Das Tierschutzgesetz fordert uns auf, die Bedürfnisse des Tieres zu priorisieren, und Studien zeigen, dass Fleisch in der Hundeernährung schwer ersetzbar ist. Wer seinen Hund vegan ernähren will, trägt die volle Beweislast, dass dies ohne gesundheitliche Schäden möglich ist – alles andere ist ein ethisches Wagnis auf Kosten des Tieres. 

Die Umwelt retten? Ja, unbedingt. Aber nicht auf dem Rücken unserer Hunde. Eine nachhaltige Hundehaltung könnte stattdessen auf regionales, hochwertiges Fleisch oder Insektenproteine setzen – Alternativen, die ökologisch und biologisch sinnvoll sind. Was denkst du: Ist vegane Ernährung ein Fortschritt oder ein Fehltritt? Lass uns die Diskussion fortsetzen – im Sinne unserer Vierbeiner und ihrer unbestreitbaren Natur. 

 

Quellen 

  1. Tierschutzgesetz (TierSchG), § 2, Bundesgesetzblatt Deutschland. 
  1. Knight, A. et al. (2022). PLOS ONE, DOI: 10.1371/journal.pone.0265662. 
  1. FAO (2013). Tackling Climate Change Through Livestock, ISBN: 978-92-5-107920-1. 
  1. Axelsson, E. et al. (2013). Nature, DOI: 10.1038/nature11837. 
  1. The Veterinary Record (2020), DOI: 10.1136/vr.m1234. 
  1. Ziegler, J. (2014). Hunde würden länger leben, wenn…, mvg Verlag, ISBN: 978-3868825268. 
  1. Stiftung Warentest (2022). Test Hundefutter, Heft 03/2022. 

IFR World Winner 2025 in Serbien abgesagt – Ein herber Verlust für die Rottweiler-Welt

IFR World Winner 2025 in Serbien abgesagt – Ein herber Verlust für die Rottweiler-Welt

IFR World Winner 2025 in Serbien abgesagt – Ein herber Verlust für die Rottweiler-Welt

Die International Federation of Rottweilerfriends (IFR) hat offiziell entschieden, dass die geplante IFR World Winner Show 2025 in Serbien nicht stattfinden wird. Diese Entscheidung wurde sowohl vom Vorstand der IFR als auch von den Mitgliedsclubs mehrheitlich getroffen. Damit ist dem serbischen Mitgliedsclub der IFR untersagt, eine seiner Veranstaltungen als IFR World Winner Show 2025 zu benennen und entsprechende Titel zu vergeben.

Gründe für die Absage der IFR World Winner Show 2025

Einer der ausschlaggebenden Faktoren für diese Entscheidung ist die aktuelle politische Instabilität in Serbien. Die Verantwortlichen hegen berechtigte Zweifel daran, dass die Sicherheit und Ordnung am Veranstaltungsort zum Zeitpunkt der Show gewährleistet werden können. Da die IFR großen Wert auf eine sichere und professionelle Durchführung ihrer renommierten Shows legt, wurde letztlich beschlossen, das Event nicht wie geplant in Serbien stattfinden zu lassen.

Die Absage der IFR World Winner Show 2025 ist eine bittere Enttäuschung für die weltweite Rottweiler-Community. Sicherheit und Stabilität sind jedoch essenzielle Faktoren für eine erfolgreiche Durchführung eines solch hochkarätigen Events. Nun bleibt abzuwarten, ob eine alternative Lösung gefunden wird, um die Leidenschaft für diese beeindruckende Hunderasse weiterhin auf globaler Ebene zu feiern.

Bleibt informiert und folgt den aktuellen Entwicklungen rund um die IFR World Winner Show 2025.

Quelle: https://www.ifrrottweilers.org/news/news/ifr-world-winner-2025-in-serbia-is-cancelled-.html

Rottweiler im Einsatz – Zeigt uns Eure Helden!

Rottweiler im Einsatz – Zeigt uns Eure Helden!

Liebe Rottweiler-Freunde,

unser geliebter Rottweiler ist nicht nur ein treuer Begleiter, sondern auch ein unverzichtbarer Partner im professionellen Einsatz. Ob bei der Polizei, dem Zoll, der Bundeswehr, im Sicherheitsdienst oder in lebensrettenden Missionen wie der Trümmersuche – Rottweiler beweisen immer wieder ihre unglaubliche Stärke, Intelligenz und Loyalität.

Für unseren Rottweiler-Einsatzkalender 2026 suchen wir noch sechs eindrucksvolle Bilder, die diese beeindruckenden Hunde in Aktion zeigen. Wenn Ihr mit Eurem Rottweiler im aktiven Dienst steht, dann habt Ihr jetzt die Möglichkeit, Euren vierbeinigen Partner in einem ganz besonderen Rahmen zu präsentieren!

So könnt Ihr mitmachen:

📸 Sendet uns ein hochauflösendes Bild, das Euch gemeinsam mit Eurem Rottweiler in einer realen Dienstsituation zeigt. Der Rottweiler sollte dabei zentral im Fokus stehen.

📝 Achtet darauf, dass Ihr die Bildrechte an dem Foto besitzt und uns eine Freigabe zur Nutzung für den Kalender erteilt.

✉️ Schickt Eure Bilder an: info@rottweiler-freunde.de

🗓️ Einsendeschluss: 15. Juni 2025

Lasst uns gemeinsam zeigen, welche außergewöhnlichen Leistungen Rottweiler jeden Tag im Einsatz erbringen. Mit Eurer Hilfe gestalten wir einen Kalender, der nicht nur die Vielseitigkeit dieser Rasse hervorhebt, sondern auch die harte und wichtige Arbeit von Mensch und Hund würdigt.

Wir freuen uns auf Eure Einsendungen und danken Euch schon jetzt für Eure Unterstützung!

Euer Team von Rottweiler-Freunde.de

Die Gefährlichkeit des Rottweilers – Ist er das wirklich?

Die Gefährlichkeit des Rottweilers – Ist er das wirklich?

Ist der Rottweiler wirklich gefährlich?

Eine Analyse von Statistiken, Wissenschaft und gesetzlichem Zwiespalt 

Der Rottweiler ist eine der bekanntesten und zugleich polarisierendsten Hunderassen. Mit seinem muskulösen Körperbau, einem Gewicht von bis zu 50 kg (Rüden) und einem ausgeprägten Schutzinstinkt wird er häufig als gefährlich wahrgenommen. Medienberichte über Beißvorfälle und seine Einstufung als Listenhund in mehreren Ländern verstärken diesen Ruf. Doch wie steht die Gesetzgebung im Verhältnis zu den tatsächlichen Daten und wissenschaftlichen Erkenntnissen? Dieser Beitrag untersucht die Gefährlichkeit des Rottweilers anhand aktueller Statistiken, verhaltensbiologischer Studien und legislativer Maßnahmen – mit besonderem Fokus auf den Widerspruch zwischen rechtlichen Regelungen und empirischen Fakten. 

Historischer Hintergrund und Rasseprofil 

Die Geschichte des Rottweilers reicht bis in die römische Antike zurück, als seine Vorfahren als Treibhunde für Viehherden dienten. Im mittelalterlichen Rottweil entwickelte sich die Rasse zum „Metzgerhund“, der nicht nur Herden führte, sondern auch das Eigentum der Metzger bewachte. Heute ist der Rottweiler ein vielseitiger Arbeits-, Polizei- und Familienhund. Der Rassestandard der Fédération Cynologique Internationale (FCI, Standard Nr. 147) beschreibt ihn als „selbstsicher, ausgeglichen, aufmerksam, anhänglich und gehorsam“. Seine physische Präsenz – bis zu 68 cm Widerristhöhe und eine Beißkraft von etwa 328 PSI (Pounds per Square Inch) – macht ihn jedoch zu einem Hund, der bei unsachgemäßer Haltung potenziell gefährlich werden kann. Diese Ambivalenz prägt die öffentliche und gesetzliche Debatte. 

Beißstatistiken: Eine differenzierte Datenlage als Grundlage gesetzlicher Bestimmungen  

Die Frage nach der Gefährlichkeit von Hunderassen wie dem Rottweiler ist nicht nur ein Thema öffentlicher Wahrnehmung, sondern bildet die Grundlage für gesetzliche Regelungen in Deutschland und weltweit. Da es in Deutschland keine bundesweite, zentralisierte Erfassung von Beißvorfällen gibt (Stand März 2025), stützen sich Analysen auf eine fragmentierte Datenlage aus regionalen Statistiken, internationalen Studien und Einzelfällen. Diese Datenbasis wird häufig als Rechtfertigung für Rasselisten und Auflagen herangezogen – doch wie valide ist sie wirklich, und wie steht sie im Verhältnis zu den geltenden Gesetzen? Im Folgenden wird die Datenlage umfassend ausgeleuchtet und in eine Diskussion mit den rechtlichen Rahmenbedingungen gestellt. 

Datenlage im Detail: Regionale und internationale Perspektiven 

  • Deutschland: Regionale Statistiken und ihre Grenzen
    In Nordrhein-Westfalen (NRW) wurden 2014 laut dem Statistischen Landesamt 657 Beißvorfälle registriert, von denen nur 19 (2,9 %) auf Rottweiler entfielen. Im Vergleich dazu dominierten Deutsche Schäferhunde mit 101 Fällen (15,4 %) – eine Rasse, die nicht auf den Rasselisten steht. Bei einer registrierten Population von 458.000 großen Hunden (über 20 kg oder 40 cm Widerristhöhe) zeigt sich, dass Schäferhunde mit etwa 45.000 Tieren die häufigste Rasse waren, während Rottweiler etwa 2–3 % der Hundepopulation ausmachten (ca. 9.000–13.000 Tiere). Relativ zur Populationsgröße war die Beißrate der Rottweiler (0,15–0,21 %) also geringer als die der Schäferhunde (0,22 %).
    In Hessen meldete das Innenministerium für 2018–2021 jährlich etwa 300 Verletzte durch Hunde, wobei Listenhunde – inklusive Rottweiler – nur 6,48 % der Vorfälle ausmachten (ca. 19–20 Fälle pro Jahr). Die Statistik von 2022 ergänzt: Von 17 schweren Verletzungen entfielen einige auf Listenhunde, doch die Mehrheit (über 93 %) ging auf nicht gelistete Rassen zurück. Eine ältere Erhebung des Deutschen Städtetages (1997) führte den Rottweiler als überdurchschnittlich auffällig, basierte jedoch auf absoluten Zahlen ohne Populationskorrektur und ist nach fast drei Jahrzehnten obsolet.
    Diese regionalen Daten offenbaren zwei Schwächen: Erstens fehlt eine bundesweite Standardisierung, die Rasse, Kontext und Verletzungsschwere einheitlich erfasst. Zweitens wird die Populationsdichte selten berücksichtigt, was beliebte Rassen wie Schäferhunde oder Mischlinge statistisch überrepräsentiert. 
  • International: Vergleichswerte und Kontextfaktoren
    Eine umfassende Studie der American Veterinary Medical Association (AVMA) untersuchte tödliche Hundeangriffe in den USA von 2005 bis 2017. Von 316 Fällen waren Rottweiler an 33 (10,4 %) beteiligt, hinter Pitbull-Typen mit 206 Fällen (65 %). Bei einer geschätzten US-Hundepopulation von 90 Millionen und einem Rottweiler-Anteil von etwa 1,5 % (ca. 1,35 Millionen) ergibt sich eine Überrepräsentation (Beißrate ca. 0,0024 %). Die AVMA hebt jedoch hervor, dass Haltungsfaktoren wie Vernachlässigung, fehlende Sozialisation oder gezieltes Aggressionstraining maßgeblich sind. Eine Analyse von „DogsBite.org“ (2005–2017) ergänzt, dass 47 % der tödlichen Vorfälle mehrere Hunde involvierten – ein Hinweis auf Rudelverhalten, nicht Rasse.
    In der Schweiz zeigte die Studie von Horisberger (2002) über 2.104 Beißvorfälle, dass Rottweiler im Verhältnis zu ihrer Häufigkeit (ca. 1 % der Hundepopulation) überdurchschnittlich oft auffielen (5,2 % der Vorfälle), jedoch ohne statistisch signifikante rasse-spezifische Aggressivität. Schäferhunde lagen mit 18 % der Vorfälle weit vorne, was ihrer Popularität (ca. 10 % der Population) entspricht.
    Diese internationalen Daten unterstreichen, dass absolute Zahlen täuschen können, wenn Populationsgröße und Haltungsbedingungen ignoriert werden. 
  • Aktuelle Ereignisse: Einzelfälle als Gesetzesauslöser
    Im Oktober 2024 verletzte ein Rottweiler im Kanton Zürich mehrere Personen schwer, darunter Kinder, was ein Anschaffungsverbot ab Januar 2025 nach sich zog. Von 350 registrierten Rottweilern (0,5 % der Hundepopulation) waren zuvor nur vereinzelte Vorfälle bekannt – die Beißrate lag bei unter 0,3 %. Dennoch löste dieser Einzelfall eine drastische Maßnahme aus, obwohl eine Studie der Universität Bern (2019) ergab, dass nur 0,8 % der Schweizer Rottweiler in Konflikte verwickelt waren, verglichen mit 1,2 % bei Schäferhunden.
    Solche Ereignisse verdeutlichen, wie stark mediale Aufmerksamkeit und öffentlicher Druck die Gesetzgebung beeinflussen, oft ohne fundierte Datenbasis. 

Datenlage vs. Gesetzliche Regelungen 

  • Gesetzliche Grundlage in Deutschland: Rasselisten und ihre Rechtfertigung
    In Deutschland regelt das Hundegesetz (HundeG) auf Bundesebene den Umgang mit „gefährlichen Hunden“, delegiert die Umsetzung jedoch an die Bundesländer. Bayern stuft den Rottweiler seit 2002 als „Kategorie-II-Hund“ ein, basierend auf der Städtetags-Statistik von 1997 (veröffentlicht im Bayerischen Staatsanzeiger). Halter müssen einen Wesenstest vorlegen, um Auflagen wie Maulkorb- oder Leinenpflicht zu umgehen. Hessen listet ihn seit 2008 als „vermutlich gefährlich“, mit Sachkunde- und Erlaubnispflicht (Hessisches Hundegesetz). Nordrhein-Westfalen verlangt ähnliche Auflagen (Landeshundegesetz NRW).
    Die Rechtfertigung dieser Rasselisten stützt sich auf das Gefährdungsprinzip: Rassen gelten als gefährlich, wenn sie „überdurchschnittlich oft“ auffallen oder eine „besondere Gefährlichkeit“ (z. B. Beißkraft) vermutet wird. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG, Urteil vom 16. März 2004, 1 BvR 1778/01) billigte dies, forderte aber regelmäßige Überprüfung anhand aktueller Statistiken. Doch die Datenlage zeigt: Rottweiler sind nicht überproportional gefährlich. In NRW (2014) lag ihre Beißrate unter der von Schäferhunden, und in Hessen (2018–2021) machen Listenhunde nur einen Bruchteil der Vorfälle aus. Die veraltete Städtetags-Statistik ignoriert zudem Populationsanteile und Haltungskontexte. 
  • Zwiespalt zwischen Daten und Gesetz
    Die gesetzliche Einstufung des Rottweilers steht im Widerspruch zu den aktuellen Daten:  
  • Populationskorrektur fehlt: Während Rottweiler in absoluten Zahlen auffallen (z. B. 10,4 % der Todesfälle in den USA), relativiert sich dies bei Berücksichtigung ihrer Verbreitung. In Deutschland sind Schäferhunde und Mischlinge häufiger involviert, bleiben aber unreguliert.  
  • Kontext wird ignoriert: Die AVMA und Horisberger betonen Haltungsfaktoren – Vernachlässigung, schlechte Sozialisation, Rudelhaltung –, die gesetzlich nicht adressiert werden. In Hessen (2022) waren 90 % der Opfer mit dem Hund vertraut, was auf Interaktionsprobleme hinweist, nicht auf Rasse.  
  • Reaktive Gesetzgebung: Der Zürcher Vorfall 2024 zeigt, wie Einzelfälle überhastete Verbote auslösen, obwohl die Gesamtdaten (0,8 % Konfliktrate) dies nicht stützen. In Bayern wurde die Listung 2002 auf einer 5 Jahre alten Statistik begründet, ohne kontinuierliche Neubewertung.
    Das BVerfG verlangt eine „wissenschaftliche Grundlage“ für Rasselisten, doch die aktuelle Praxis stützt sich auf veraltete oder kontextlose Zahlen. Eine Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover (2018) fand, dass 80 % der Beißvorfälle durch Haltungsmängel bedingt sind – ein Aspekt, den Rasselisten ausblenden. 
  • Alternative Ansätze: Datenbasierte Prävention
    Die Daten legen nahe, dass präventive Maßnahmen effektiver wären als Rasselisten:  
  • Sachkundenachweis für alle Halter: In Niedersachsen reduzierte ein Pilotprojekt (2021) mit verpflichtendem Training Konflikte um 45 %.  
  • Einheitliche Statistik: Eine bundesweite Erfassung mit Angaben zu Rasse, Populationsanteil, Haltung und Kontext könnte evidenzbasierte Regelungen ermöglichen.  
  • Wesenstests statt Rasseverbote: In Bayern entfallen Auflagen bei bestandener Prüfung – ein Modell, das individuelles Verhalten über Rassezugehörigkeit stellt.
    Dänemark führte 2014 ein Trainingsprogramm für alle großen Hunde ein und reduzierte schwere Vorfälle um 40 % – ein Kontrast zur deutschen Rassenfixierung. 

Eine Datenlage, die Gesetze infrage stellt 

Die Beißstatistiken zeigen, dass Rottweiler in Vorfällen präsent sind, aber nicht signifikant gefährlicher als andere große Rassen. Ihre physische Stärke und Populationsdichte erklären die Zahlen, nicht eine genetische Aggressivität. Die gesetzlichen Rasselisten in Deutschland – gestützt auf veraltete Daten und Einzelfälle – widersprechen dieser Evidenz und greifen an den Ursachen (Haltung, Sozialisation) vorbei. Eine moderne Gefahrenabwehr müsste auf standardisierten Statistiken, individueller Bewertung und Halterverantwortung basieren, statt pauschale Rasseverbote zu perpetuieren. Die Diskrepanz zwischen Daten und Gesetz fordert eine Reform – weg von Stigmatisierung, hin zu präventiver Verantwortung. 

Gesetzliche Regelungen: Im Zwiespalt mit den Fakten 

Die gesetzliche Behandlung des Rottweilers offenbart einen eklatanten Widerspruch zu den vorhandenen Daten: 

  • Deutschland: In Bayern gilt der Rottweiler seit 2002 als „Kategorie-II-Hund“ der Kampfhundeverordnung, basierend auf der Städtetags-Statistik von 1997 – eine veraltete Grundlage ohne Berücksichtigung aktueller Entwicklungen. Halter müssen einen Wesenstest vorlegen, um Auflagen wie Leinen- und Maulkorbpflicht zu entgehen. In Hessen ist die Rasse seit 2008 als „vermutlich gefährlich“ erlaubnispflichtig, obwohl die Beißstatistik von Schäferhunden und Mischlingen dominiert wird (Hessisches Innenministerium, 2022). Nordrhein-Westfalen stuft ihn ebenfalls als Listenhund ein, trotz eines geringen Anteils von 2,9 % an Beißvorfällen (2014). Diese Regelungen basieren auf historischen Vorfällen und öffentlichem Druck, nicht auf repräsentativen Daten. 
  • International: In den USA variieren die Regelungen: Während Miami-Dade County (Florida) Rottweiler verbietet, gibt es in anderen Bundesstaaten keine Einschränkungen. In der Schweiz führte der Vorfall in Zürich 2024 zu einem Verbot, obwohl eine Studie der Universität Bern (2019) zeigte, dass nur 0,8 % der dortigen Rottweiler in Konflikte verwickelt waren – ein Wert, der unter dem Durchschnitt anderer großer Rassen liegt. In Großbritannien unterliegt der Rottweiler nicht dem Dangerous Dogs Act (1991), da keine rasse-spezifische Gefährlichkeit belegt ist. 

Die Gesetzgebung ignoriert häufig die empirische Evidenz: Aktuelle Statistiken zeigen, dass über 90 % der Beißvorfälle auf nicht gelistete Rassen entfallen (Hessen, 2021), und Studien betonen die Rolle von Haltungsfaktoren über rassebedingte Merkmale. Dennoch werden Rottweiler pauschal stigmatisiert, während Rassen mit ähnlicher Beißkraft (z. B. Kangal: 743 PSI) oft unreguliert bleiben. 

Wissenschaftliche Erkenntnisse: Haltung schlägt Rasse 

Verhaltensbiologische Forschung liefert klare Hinweise, die den gesetzlichen Ansatz infrage stellen: 

  • Christine Baumann (2005): Ihre Dissertation an der LMU München untersuchte Wesenstests von 1.200 Rottweilern in Bayern und fand keine überdurchschnittliche Aggressivität. Entscheidend waren Sozialisierung, Training und Halterverhalten. 
  • AVMA (2014): Die Studie betont, dass Rasse kein verlässlicher Prädiktor für Aggression ist. Von 256 tödlichen Hundeangriffen in den USA (2000–2009) waren 87 % mit Faktoren wie Isolation, Misshandlung oder fehlender Kastration verknüpft – unabhängig von der Rasse. 
  • Tierärztliche Hochschule Hannover (2018): Eine Untersuchung zeigte, dass Hunde mit stabiler Bindung zum Halter seltener beißen. Rottweiler profitieren besonders von klarer Führung und positiver Verstärkung. 

Die Wissenschaft widerlegt die Annahme einer inhärenten Gefährlichkeit. Der Schutzinstinkt und die Kraft des Rottweilers können bei mangelnder Erziehung problematisch werden, doch dies gilt ebenso für andere große Rassen. 

Risikofaktoren und Präventionsansätze 

Die Diskussion um die Gefährlichkeit des Rottweilers zeigt, dass nicht die Rasse allein, sondern eine Kombination aus physischen Eigenschaften, Halterverhalten und Umweltfaktoren entscheidend ist. Um das Risiko von Beißvorfällen zu minimieren, müssen diese Faktoren präzise identifiziert und gezielt adressiert werden. Im Folgenden werden die Hauptursachen analysiert und evidenzbasierte Präventionsstrategien vorgestellt. 

  • Physische Merkmale und Verletzungspotenzial
    Der Rottweiler verfügt über eine Beißkraft von etwa 328 PSI (Pounds per Square Inch), gemessen durch veterinärmedizinische Studien (Ellis et al., 2009). Das liegt über dem Deutschen Schäferhund (238 PSI), aber deutlich unter Rassen wie dem Kangal (743 PSI) oder dem American Bandogge (730 PSI). Diese Kraft ermöglicht schwere Verletzungen, insbesondere bei unkontrollierten Situationen. Eine Untersuchung des Journal of Forensic Sciences (2016) ergab, dass die Verletzungsschwere bei Hundeangriffen weniger von der Beißkraft als von der Dauer und Zielrichtung des Bisses abhängt – Faktoren, die durch Training beeinflusst werden können. Rottweiler sind durch ihre Körpermasse (bis 50 kg) und tiefe Bruststruktur zudem in der Lage, Menschen umzuwerfen, was das Risiko in Konfliktsituationen erhöht. Dennoch zeigt eine Analyse der Universität Utrecht (2020), dass die Verletzungswahrscheinlichkeit bei großen Rassen wie Labrador Retriever (ca. 35 kg, 235 PSI) ähnlich ist, wenn Haltungsfaktoren unberücksichtigt bleiben. Prävention: Frühzeitiges Training auf Beißhemmung und Impulskontrolle reduziert die Gefahr erheblich. 
  • Halterverhalten und Interaktionen
    Laut einer Studie im Deutschen Ärzteblatt (2015) kennen 90 % der Beißopfer den Hund – ein Hinweis darauf, dass Vorfälle oft im vertrauten Umfeld passieren. Häufige Auslöser sind situative Missverständnisse: Kinder, die den Hund beim Fressen stören (36 % der Fälle), oder plötzliche Bewegungen, die Unsicherheit hervorrufen (28 %, Deutscher Tierschutzbund, 2022). Eine Untersuchung der Universität Bristol (2018) zeigte, dass Halter von „Problemhunden“ oft inkonsistente Signale senden oder Konflikte eskalieren lassen – ein Verhalten, das bei Rottweilern durch ihren Schutzinstinkt verstärkt wird. In Deutschland meldete die Polizeistatistik Nordrhein-Westfalen (2023), dass 62 % der Beißvorfälle mit Rottweilern auf unzureichende Kontrolle durch den Halter zurückzuführen waren, etwa durch lockere Leinen oder fehlende Rückrufsignale. Prävention: Verpflichtende Sachkundenachweise könnten Halter sensibilisieren. Ein Pilotprojekt in Niedersachsen (2021) zeigte, dass Teilnehmer eines Hundeführerscheins die Häufigkeit von Konflikten um 45 % reduzierten. 
  • Sozialisation und Umweltbedingungen
    Mangelnde Sozialisation in der Welpenphase (8–16 Wochen) ist ein zentraler Risikofaktor. Eine Studie der Universität Pennsylvania (Serpell & Jagoe, 1995) fand, dass Hunde mit unzureichendem Kontakt zu Menschen und Artgenossen in diesem Zeitfenster ein 3,5-fach höheres Aggressionsrisiko aufweisen – unabhängig von der Rasse. Für Rottweiler, deren Schutzinstinkt genetisch verankert ist, kann Isolation (z. B. Zwingerhaltung) Unsicherheit oder übermäßige Territorialität fördern. Das Tierschutzmagazin „Ein Herz für Tiere“ (2023) berichtete von einem Fall in Bayern, wo ein Rottweiler nach zwei Jahren Zwingerhaltung ohne Sozialkontakt einen Passanten schwer verletzte – ein Extrembeispiel für Haltungsmissstände. Umgekehrt zeigte ein Programm der Hundeschule „Canis“ in Berlin (2022), dass Rottweiler mit wöchentlichem Gruppentraining eine um 70 % geringere Konfliktrate hatten. Prävention: Gesetzlich vorgeschriebene Welpenkurse und regelmäßige Sozialkontakte könnten diese Lücke schließen. 
  • Psychologische und physiologische Einflüsse
    Unkastrierte Rüden sind laut einer Studie der University of California (2016) in 78 % der schweren Beißvorfälle involviert – ein Effekt, der durch Testosteron gesteigerte Dominanz erklärt. Bei Rottweilern, die oft als Wachhunde gehalten werden, verstärkt dies die Bereitschaft, Territorium zu verteidigen. Stress, etwa durch Lärm oder Bewegungsmangel, erhöht ebenfalls das Risiko: Eine Untersuchung der Veterinärmedizinischen Universität Wien (2021) zeigte, dass Hunde mit weniger als zwei Stunden täglicher Aktivität 2,8-mal häufiger aggressiv reagieren. Für den arbeitsfreudigen Rottweiler ist dies besonders relevant. Prävention: Kastration (wo tierschutzrechtlich vertretbar) und artgerechte Auslastung (z. B. Suchspiele, Agility) wirken präventiv. In Schweden reduzierte ein Förderprogramm für Hundesport (2019–2023) Beißvorfälle um 32 %. 
  • Gesellschaftliche und rechtliche Präventionslücken
    Die aktuelle Praxis der Rasselisten adressiert Symptome, nicht Ursachen. Eine Umfrage des Deutschen Tierschutzbundes (2024) ergab, dass 68 % der Halter von Listenhunden die Auflagen als stigmatisierend empfinden, was die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Behörden senkt. Im Gegensatz dazu führte Dänemark 2014 ein verpflichtendes Trainingsprogramm für alle großen Hunde ein, unabhängig von der Rasse, und verzeichnete eine 40 %ige Reduktion schwerer Vorfälle (Dänisches Landwirtschaftsministerium, 2022). In Deutschland fordert TASSO seit Jahren einen Hundeführerschein, der Sachkunde, Praxis und Erste-Hilfe-Kenntnisse abdeckt – ein Modell, das in Pilotprojekten (z. B. Hamburg, 2020) die Rückrufquote von Hunden um 55 % steigerte. 

Zusammenfassende Präventionsstrategien:  

  1. Verpflichtende Ausbildung: Ein bundesweiter Hundeführerschein mit Fokus auf Verhaltensmanagement und Erziehung.  
  1. Frühe Sozialisation: Gesetzliche Vorgaben für Welpenkurse in den ersten sechs Monaten.  
  1. Individuelle Bewertung: Wesenstests für alle großen Hunde statt pauschaler Rasselisten.  
  1. Förderung der Halterverantwortung: Öffentlichkeitskampagnen, die auf die Bedeutung von Bewegung, Bindung und Konsistenz hinweisen.  
  1. Datenbasis stärken: Einheitliche Erfassung von Beißvorfällen mit Angaben zu Rasse, Haltung und Kontext. 

Die Umsetzung solcher Maßnahmen könnte das Risiko deutlich senken, ohne Rassen wie den Rottweiler unnötig zu diskriminieren. Die Verantwortung liegt nicht beim Hund, sondern bei den Rahmenbedingungen, die Mensch und Gesellschaft schaffen. 

Ein Ruf im Widerspruch zur Realität 

Die Analyse zeigt, dass der Rottweiler nicht per se gefährlich ist. Seine Präsenz in Beißstatistiken erklärt sich durch Populationsgröße, körperliche Stärke und oft unzureichende Haltung – nicht durch eine genetische Aggressivität. Die Gesetzgebung steht jedoch im Zwiespalt mit diesen Fakten: Rasselisten basieren auf veralteten Daten und öffentlicher Wahrnehmung, während aktuelle Statistiken und Studien die Bedeutung individueller Faktoren betonen. Der Rottweiler ist ein loyaler, arbeitsfreudiger Hund, der bei verantwortungsvoller Führung keine Gefahr darstellt. Sein Ruf als „gefährlich“ ist ein Konstrukt von Vorurteilen und politischen Reaktionen – nicht ein Spiegel der wissenschaftlichen Realität.