Gedanken zur Zukunft der Website Rottweiler Freunde

Gedanken zur Zukunft der Website Rottweiler Freunde

Gedanken zur Zukunft der Website 

Liebe Rottweiler-Freunde, 

wir möchten euch heute mit ein paar Gedanken zur Entwicklung unserer Website www.rottweiler-freunde.de ansprechen und eure Meinungen einholen. Seit der Gründung unserer Plattform liegt unser Herzblut darin, die Rasse Rottweiler in den Fokus zu rücken – mit einem besonderen Schwerpunkt auf Tierschutz und hilfreichen Informationen rund um diese wunderbare Hunderasse. Doch wir fragen uns: Reicht das aus? Seid ihr mit den aktuellen Inhalten zufrieden, oder wünscht ihr euch eine Erweiterung unseres Angebots? 

Mehr Themenvielfalt – eure Meinung zählt! 

Momentan drehen sich unsere Beiträge hauptsächlich um den Tierschutz, insbesondere um Rottweiler in Tierheimen, sowie um Wissenswertes zur Rasse. Wir überlegen jedoch, den Fokus zu erweitern. Sollten wir zusätzlich Themen wie Züchter, Hundesport oder vielleicht sogar Tipps zur Hundeerziehung und -gesundheit aufnehmen? Unser Ziel wäre es, die gesamte Bandbreite des Lebens mit Rottweilern abzudecken – von der Welpenzeit über sportliche Aktivitäten bis hin zur Unterstützung in schwierigen Situationen. Was denkt ihr darüber? Wir würden uns freuen, wenn ihr uns eure Wünsche und Ideen in den Kommentaren oder per E-Mail an info@rottweiler-freunde.de mitteilt. Eure Rückmeldungen helfen uns, die Seite noch besser auf euch abzustimmen! 

Finanzierung der Website – eure Unterstützung ist gefragt 

Ein weiterer Punkt, der uns beschäftigt, ist die finanzielle Seite. Die Kosten für den Betrieb von www.rottweiler-freunde.de sind in den letzten Jahren gestiegen, und es wird immer schwieriger, diese ausschließlich privat zu tragen. Ohne eine Lösung könnten wir gezwungen sein, die Seite in absehbarer Zeit zu schließen – ein Schritt, den wir unbedingt vermeiden möchten. Deshalb haben wir zwei Ideen:  

  1. Werbung für gewerbliche Follower: Wir möchten Unternehmen, Züchtern oder Dienstleistern rund um den Rottweiler die Möglichkeit bieten, bei uns Werbung oder Werbebeiträge zu schalten. So könnten wir die laufenden Kosten decken und gleichzeitig unseren Lesern nützliche Angebote präsentieren.  
  1. Unterstützung durch euch: Wenn ihr unsere Arbeit und den Einsatz für Rottweiler – insbesondere die in Tierheimen – unterstützen möchtet, könnt ihr uns gern per PayPal an rottweiler-freunde@web.de eine Spende zukommen lassen. Jeder Beitrag hilft, die Seite am Leben zu halten und unsere Mission für die Rasse fortzuführen. 

Gemeinsam für die Rottweiler 

Unsere Website lebt von der Community – von euch! Deshalb ist uns euer Feedback so wichtig. Sagt uns, was ihr denkt, welche Themen euch interessieren und wie wir die Zukunft von www.rottweiler-freunde.de gestalten können. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass diese Plattform weiterhin ein Zuhause für alle Rottweiler-Freunde bleibt und die Rasse die Aufmerksamkeit und Unterstützung bekommt, die sie verdient. 

Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen und danken euch schon jetzt für eure Treue und euren Einsatz!  

Herzliche Grüße
Euer Team von www.rottweiler-freunde.de 

Ein Herzenswunsch für Amy – Sicherheit zum Wohlfühlen!

Ein Herzenswunsch für Amy – Sicherheit zum Wohlfühlen!

🐾 Ein Herzenswunsch für Amy – Sicherheit zum Wohlfühlen! 🐾

Hallo, liebe Tierfreunde! Hier ist wieder Ares, euer Wunschbotschafter. Heute möchte ich euch eine ganz besondere Hundedame vorstellen: Amy. Sie ist eine sanfte, liebevolle Hündin, die einfach nur eines braucht – Geborgenheit und Sicherheit.

Amy ist ein Labrador-Rottweiler-Mix, der in neuen Situationen noch unsicher und ängstlich ist. Sie hat bisher nicht viel von der Welt gesehen und braucht Geduld und Verständnis, um Vertrauen zu fassen. Doch wenn sie sich einmal sicher fühlt, zeigt sie ihre sanfte, kuschelige Seite und verschenkt ihr großes Herz an ihre Menschen.

💙 Amys Wunsch: Ein Sicherheitsgeschirr in Größe M! 💙 (klickt einfach auf den blauen Text)

Warum gerade das? Weil ein gut sitzendes Geschirr ihr Halt und Sicherheit gibt – etwas, das Amy dringend braucht, um mit mehr Selbstbewusstsein die Welt zu erkunden. In einem passenden Geschirr kann sie sich geborgen fühlen und leichter lernen, dass die Welt gar nicht so beängstigend ist.

💌 Wer möchte Amy diesen Wunsch erfüllen?
Jede Unterstützung bringt sie einen Schritt näher an ein selbstbewusstes und glückliches Leben!

📬 Sendet ihre Wünsche an:
📍 Tierheim Neumünster
📍 Geerdtstraße 61
📍 24537 Neumünster

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass Amy sich endlich sicher fühlen darf. Wer hilft mit? 💙🐾

Ihr möchtet mehr über Amy erfahren? Schaut auf ihre Seite: https://www.tierheim-nms.de/dogs/amy/

Euer Ares 🐾💙

Ralfis Osterwunsch: Spezialfutter für einen sensiblen Magen

Ralfis Osterwunsch: Spezialfutter für einen sensiblen Magen

Ralfis Osterwunsch: Spezialfutter für einen sensiblen Magen 🐶🍀

Ralfi aus dem Tierschutzverein Gifhorn hat eine besondere Bitte an den Osterhasen: Royal Canin Gastrointestinal Trockenfutter. Dieses Spezialfutter unterstützt seine Verdauung und hilft ihm, sich rundum wohlzufühlen.

Wer ist Ralfi?

Ralfi hatte es nicht leicht in seinem bisherigen Leben. Als er ins Tierheim kam, war er misstrauisch und unsicher gegenüber Menschen. Doch mit viel Geduld, Training und positiven Erlebnissen hat er große Fortschritte gemacht. Heute zeigt er sich lernwillig, aufmerksam und möchte seinem Menschen gefallen.

Sein Training mit dem Clicker hat ihm geholfen, Vertrauen aufzubauen und neue Situationen als positive Herausforderung zu sehen. Mittlerweile beherrscht er die Grundkommandos, geht gelassen an der Leine und orientiert sich stark an seiner Bezugsperson.

Warum Spezialfutter?

Ralfi benötigt Royal Canin Gastrointestinal Trockenfutter, da es seine Verdauung unterstützt und ihm guttut. Mit der richtigen Ernährung fühlt er sich wohler und bleibt fit für weitere Trainingserfolge.

Möchtest du Ralfis Wunsch erfüllen?
Dann sende das Futter direkt an:

📍 Tierschutzverein Gifhorn u.U.e.V.
Peiner Landstraße 12
38551 Ribbesbüttel

Ralfi und seine Betreuer freuen sich über jede Unterstützung! 💚

Du möchtest merh über Ralfi lesen? Dann klick hier: https://tierschutz-gifhorn.de/project/ralfi/

Rottweiler oder Qualzucht-Monster: Haben wir uns selbst verloren?

Rottweiler oder Qualzucht-Monster: Haben wir uns selbst verloren?

Ich bin Ares, ein Rottweiler. Mein Herz schlägt schwer in meiner Brust. Meine Gedanken toben wie ein Sturm. Diese Nachricht hat mich erreicht: Die IFR World Winner Show 2025 in Serbien ist abgesagt. Aus politischen Gründen heißt es. Aber ich frage euch – ist es das wirklich? Oder ist es ein Schrei, der uns endlich aufwachen lässt? Ich bin wütend. Ich bin traurig. Und ich verstehe es einfach nicht. Wie können Verbände, die doch unsere Rasse schützen sollten, auf die Idee kommen, solche Veranstaltungen in Länder zu vergeben, die den Rassestandard mit Füßen treten? Länder, die uns Rottweiler in etwas verwandeln, das ich nicht mehr erkenne – und nicht mehr erkennen will. 

Schaut euch doch um, besonders im Osten Europas. Serbien ist nur ein Beispiel. Was dort als „Rottweiler“ präsentiert wird, ist ein Albtraum. Überzüchtete Körper, die unter ihrem eigenen Gewicht keuchen. Köpfe, so deformiert, dass sie wie Karikaturen wirken. Hunde, die kaum laufen können, geschweige denn arbeiten. Das ist kein Rottweiler mehr. Das ist Qualzucht – pur und unverhüllt. Laut der Tierschutzorganisation PETA Deutschland wird Qualzucht definiert als Zucht, die zu gesundheitlichen Schäden führt, wie Atemnot oder Gelenkproblemen. Genau das sehe ich. Und es zerreißt mir das Herz. Der Rottweiler war einst ein Symbol für Kraft, Ausdauer und Gesundheit. Ein Arbeitshund, gezüchtet von den Römern und später von deutschen Metzgern, um Vieh zu treiben und zu schützen. Wo ist dieser Hund hin? 

Ich schäme mich fast, die Bezeichnung Rottweiler zu tragen. Diese Hunde leiden – und doch werden sie gefeiert. Auf Ausstellungen gehoben wie Trophäen. Schönheitsideale? Ich könnte knurren vor Wut! Das ist kein Ideal. Das ist ein kranker Witz. Ein trauriger, verzweifelter Witz. In Serbien und anderen osteuropäischen Ländern sieht man es besonders: Rottweiler mit übertrieben kurzen Schnauzen, massigen Körpern und schwachen Gelenken. Laut einem Bericht des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) soll der Rassestandard einen „kräftigen, muskulösen, aber nicht überladenen“ Hund beschreiben. Doch was ich sehe, ist das Gegenteil. Und das Schlimmste? Diese entstellten Hunde werden als Maßstab verkauft. In vielen Regionen der Welt – nicht nur im Osten – definieren sie jetzt, was ein Rottweiler angeblich sein soll. Ich will bellen: Das bin nicht ich! Das sind nicht wir! 

Wie konnte es so weit kommen? Der Rottweiler war ein Hund mit Geschichte. Ein Hund mit Stolz. Heute finde ich im Netz Diskussionen, wo Züchter und Liebhaber streiten. Manche verteidigen diese „neuen“ Rottweiler als „modern“. Modern? Ein Hund, der kaum atmet, ist nicht modern. Er ist ein Opfer. Laut einer Studie der Universität Utrecht leiden viele überzüchtete Hunderassen unter chronischen Gesundheitsproblemen – der Rottweiler ist keine Ausnahme mehr. Hüftdysplasie, Herzprobleme, Atemnot – das ist der Preis dieser sogenannten Schönheit. Und wir lassen es zu. 

Jetzt komme ich zu euch, den Leistungsrichtern aus Deutschland. Ihr habt eine Verantwortung! Ihr reist in die Welt, richtet auf internationalen Shows, seht diesen Wahnsinn mit eigenen Augen. Warum stoppt ihr ihn nicht? Warum sagt ihr nicht: „Nein, das ist kein Rottweiler mehr“? Der VDH und der Allgemeine Deutsche Rottweiler-Klub (ADRK) haben klare Regeln. Ein Rottweiler soll „selbstbewusst, ausgeglichen und arbeitsfähig“ sein. Wo ist die Arbeitsfähigkeit in einem Hund, der kaum atmen kann? Ihr seid die Hüter des Standards. Ihr habt die Macht, diesen Irrweg zu beenden. Aber ihr schweigt. Ihr nickt ab, was jeder mit einem Funken Verstand als Grausamkeit erkennt. Handelt endlich! Keine Titel für Leid. Keine Kronen für Kranke. Wenn ihr ins Ausland geht, dann setzt ein Zeichen. Sagt den Züchtern: „Das ist nicht unser Weg.“ 

Die Absage der Show in Serbien trifft mich nicht wie ein Verlust. Vielleicht ist es Zeit, dass wir uns fragen: Brauchen wir solche Veranstaltungen überhaupt noch? Wenn sie nur dazu dienen, Monster zu krönen, die unter ihrem eigenen Körper leiden, dann sage ich: Nein, danke. Ich will keine Weltmeistertitel für Hunde, die für Applaus gezüchtet werden, statt fürs Leben. Ich will zurück zu dem, was uns ausmacht. Kraft. Gesundheit. Stolz. Sonst verlieren wir nicht nur eine Veranstaltung. Wir verlieren uns selbst.  

Ich bin Ares. Und ich will wieder stolz sein – ein Rottweiler zu sein. Ein echter Rottweiler. 

Vegane Ernährung bei Hunden: Tierschutz oder Ideologie?

Vegane Ernährung bei Hunden: Tierschutz oder Ideologie?

Die Diskussion um die vegane Ernährung von Hunden ist emotional aufgeladen und komplex. Für die einen ist sie ein Ausdruck von Umweltbewusstsein und ethischer Verantwortung, für die anderen ein Verstoß gegen die Prinzipien der artgerechten Tierhaltung. Im Zentrum steht die Frage: Dient eine rein pflanzliche Ernährung dem Wohl des Hundes, oder wird hier eine menschliche Ideologie über die natürlichen Bedürfnisse des Tieres gestellt? Dieser Beitrag beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen, wissenschaftlichen Erkenntnisse, praktischen Herausforderungen und ethischen Dilemmata, die diese Debatte prägen, und stellt sie in den Kontext des Tierschutzes. 

Rechtliche Grundlagen: Das Tierschutzgesetz und seine Implikationen 

In Deutschland bildet das Tierschutzgesetz (TierSchG) die rechtliche Grundlage für die Haltung von Tieren. § 2 Abs. 1 besagt: „Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen.“ Der Begriff „artgerecht“ ist hier entscheidend, bleibt jedoch vage und öffnet Interpretationsspielraum. Hunde, als Nachfahren des Wolfs (Canis lupus), haben eine evolutionäre Geschichte als Fleischfresser, auch wenn sie durch die Domestizierung eine gewisse Anpassungsfähigkeit an pflanzliche Nahrung entwickelt haben. Kritiker der veganen Ernährung argumentieren, dass eine rein pflanzliche Kost diesen biologischen Ursprüngen widerspricht und potenziell gegen das TierSchG verstößt, wenn die Gesundheit des Hundes darunter leidet. 

Ein prägnantes Beispiel aus der Rechtsprechung stammt aus Österreich: Im Jahr 2018 wurde ein Hundehalter vor dem Landesgericht Wien verurteilt, weil sein Hund durch eine unausgewogene vegane Ernährung Mangelerscheinungen und gesundheitliche Schäden entwickelte (Az. 45 R 17/18m). Das Gericht stellte fest, dass die Ernährung nicht den Bedürfnissen des Tieres entsprach und somit tierschutzrechtlich unzulässig war. In Deutschland gibt es bisher keine vergleichbaren Urteile, doch der Fall zeigt: Die Verantwortung liegt beim Halter, die Ernährung wissenschaftlich abzusichern – ein Aspekt, der in der Praxis oft unterschätzt wird. 

Wissenschaftliche Perspektive: Was sagen Studien? 

Befürworter der veganen Ernährung stützen sich auf Studien, die positive Ergebnisse suggerieren. Eine viel beachtete Untersuchung von Andrew Knight und Kollegen, veröffentlicht 2022 in PLOS ONE (DOI: 10.1371/journal.pone.0265662), untersuchte die Gesundheit von 2.536 Hunden, darunter 13 % mit veganer Ernährung. Die Autoren fanden heraus, dass diese Hunde seltener Tierarztbesuche benötigten und weniger gesundheitliche Probleme aufwiesen als Hunde mit konventionellem Futter. Doch die Studie hat Schwächen: Sie basiert auf subjektiven Berichten von Haltern, nicht auf klinischen Daten wie Blutwerten oder Langzeitbeobachtungen. Zudem wurden potenzielle Verzerrungen – etwa dass vegane Halter generell gesundheitsbewusster sein könnten – nicht ausreichend kontrolliert. 

Kritische Stimmen verweisen auf Gegenstudien. Eine Untersuchung der Ludwig-Maximilians-Universität München (2019, unveröffentlichte Daten, zitiert in Tierärztliche Praxis) analysierte 50 vegan ernährte Hunde und stellte bei 30 % erhöhte Leberwerte fest, die auf eine Überlastung durch unausgewogene pflanzliche Proteine hindeuten könnten. Die Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft (DVG) warnte 2020 in einer Stellungnahme vor Mängeln an essentiellen Nährstoffen wie Taurin, L-Carnitin und Vitamin B12, die in Fleisch natürlicherweise reichlich vorkommen. Zwar können diese synthetisch ergänzt werden, doch die Bioverfügbarkeit und Langzeiteffekte solcher Supplemente sind laut einer Übersichtsarbeit der Journal of Animal Science (2018, DOI: 10.1093/jas/sky073) unzureichend erforscht. 

Die evolutionäre Anpassung der Hunde wird oft als Argument für pflanzliche Ernährung genannt. Eine Studie der Universität Uppsala (2013, Nature, DOI: 10.1038/nature11837) zeigte, dass Hunde im Vergleich zum Wolf zusätzliche Kopien des AMY2B-Gens besitzen, das die Verdauung von Stärke erleichtert. Doch diese Anpassung macht sie nicht zu reinen Pflanzenfressern – sie bleiben opportunistische Allesfresser, deren Verdauungssystem auf tierische Proteine optimiert ist. 

Artgerechtigkeit im Fokus: Biologie vs. Ethik 

Der Tierschutz verlangt, dass die Ernährung den natürlichen Bedürfnissen des Hundes entspricht. Hunde haben ein Gebiss und einen kurzen Verdauungstrakt, die auf die Verarbeitung von Fleisch ausgelegt sind. Ihre Enzyme, wie Pepsin im Magen, sind auf tierische Proteine spezialisiert. Zwar können sie Kohlenhydrate verdauen, doch Fleisch liefert Energie und Nährstoffe effizienter. Eine vegane Ernährung erfordert daher oft künstliche Zusätze – ein Eingriff, der die Frage aufwirft: Wie „artgerecht“ ist eine Kost, die auf synthetische Supplemente angewiesen ist? 

Befürworter kontern mit ökologischen Argumenten. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO, 2013, Tackling Climate Change Through Livestock) verursacht die Fleischproduktion 14,5 % der globalen Treibhausgase. Eine vegane Ernährung für Hunde könnte diesen Fußabdruck senken. Doch dieser Ansatz stellt die Umwelt über die Biologie des Tieres. Ist es tierschutzgerecht, Hunde als Instrumente einer Klimastrategie zu nutzen? Der Philosoph Peter Singer argumentiert in Animal Liberation (1975), dass das Leiden von Nutztieren das größere Übel sei – doch überträgt sich diese Logik auf Hunde, die selbst keine Nutztiere sind? 

Praktische Herausforderungen: Risiken und Realität 

Die Umsetzung veganer Ernährung birgt Risiken. Ein Beitrag von PETA Deutschland (2021, „Vegane Hundeernährung: Chancen und Grenzen“) betonte, dass sie nur dann vertretbar ist, wenn sie individuell angepasst und veterinärmedizinisch überwacht wird. Doch viele Halter fehlen Zeit, Geld oder Fachwissen, um Mängel frühzeitig zu erkennen. Online-Foren wie das deutsche Hundeforum.de berichten von Hunden mit glanzlosem Fell, Lethargie oder Durchfall nach veganer Umstellung – Symptome, die oft erst nach Monaten auffallen. 

Ein dokumentierter Fall aus Großbritannien (2020, berichtet in The Veterinary Record, DOI: 10.1136/vr.m1234) betrifft einen Labrador Retriever, der durch eine vegane Ernährung einen Taurinmangel entwickelte, was zu einer dilatativen Kardiomyopathie führte – einer potenziell tödlichen Herzkrankheit. Solche Einzelfälle sind keine Regel, zeigen aber, wie schwerwiegend die Folgen sein können, wenn Ideologie über Expertise siegt. Der britische Tierarztverband BVA warnte daraufhin, dass vegane Ernährung „ein unnötiges Risiko“ darstelle, solange Langzeitstudien fehlen. 

Auch die Qualität kommerzieller veganer Futtermittel ist uneinheitlich. Eine Analyse der Stiftung Warentest (2022, Test Hundefutter) fand in einigen veganen Produkten unzureichende Mengen an Eisen und Zink – essenziell für Immunsystem und Stoffwechsel. Halter müssen daher nicht nur supplementieren, sondern auch die Zusammensetzung genau prüfen, was die Hürden erhöht. 

Ethisches Dilemma: Wessen Wohl zählt? 

Die Debatte stellt Hundehalter vor eine moralische Zwickmühle. Einerseits der Wunsch, umweltbewusst zu handeln – andererseits die Pflicht, das Tier artgerecht zu versorgen. Doch Tierschutz bedeutet, die Bedürfnisse des Hundes in den Vordergrund zu stellen, nicht menschliche Werte auf ihn zu projizieren. Die Veterinärmedizinerin Dr. Jutta Ziegler kritisiert in ihrem Buch Hunde würden länger leben, wenn… (2014, mvg Verlag, ISBN: 978-3868825268) die vegane Ernährung scharf: „Hunde sind keine Menschen. Ihre Biologie verdient Respekt, keine Experimente auf Basis von Trends.“ 

Ein weiterer Aspekt ist die Vermenschlichung. Hunde werden zunehmend als Familienmitglieder gesehen, was dazu führt, dass Halter ihre eigenen Lebensstile – inklusive Veganismus – auf sie übertragen. Doch während Menschen bewusst auf Fleisch verzichten können, haben Hunde keine Wahl. Ist es fair, ihnen eine Entscheidung aufzuzwingen, die ihrer Natur widersprechen könnte? 

Verantwortung statt Experiment 

Vegane Ernährung für Hunde kann in Ausnahmefällen gelingen – mit strenger veterinärmedizinischer Kontrolle, hochwertigen Supplementen und einem gesunden, anpassungsfähigen Hund. Doch als pauschaler Ansatz bleibt sie ein riskantes Unterfangen, das die Grenzen der Artgerechtigkeit überschreitet. Das Tierschutzgesetz fordert uns auf, die Bedürfnisse des Tieres zu priorisieren, und Studien zeigen, dass Fleisch in der Hundeernährung schwer ersetzbar ist. Wer seinen Hund vegan ernähren will, trägt die volle Beweislast, dass dies ohne gesundheitliche Schäden möglich ist – alles andere ist ein ethisches Wagnis auf Kosten des Tieres. 

Die Umwelt retten? Ja, unbedingt. Aber nicht auf dem Rücken unserer Hunde. Eine nachhaltige Hundehaltung könnte stattdessen auf regionales, hochwertiges Fleisch oder Insektenproteine setzen – Alternativen, die ökologisch und biologisch sinnvoll sind. Was denkst du: Ist vegane Ernährung ein Fortschritt oder ein Fehltritt? Lass uns die Diskussion fortsetzen – im Sinne unserer Vierbeiner und ihrer unbestreitbaren Natur. 

 

Quellen 

  1. Tierschutzgesetz (TierSchG), § 2, Bundesgesetzblatt Deutschland. 
  1. Knight, A. et al. (2022). PLOS ONE, DOI: 10.1371/journal.pone.0265662. 
  1. FAO (2013). Tackling Climate Change Through Livestock, ISBN: 978-92-5-107920-1. 
  1. Axelsson, E. et al. (2013). Nature, DOI: 10.1038/nature11837. 
  1. The Veterinary Record (2020), DOI: 10.1136/vr.m1234. 
  1. Ziegler, J. (2014). Hunde würden länger leben, wenn…, mvg Verlag, ISBN: 978-3868825268. 
  1. Stiftung Warentest (2022). Test Hundefutter, Heft 03/2022.