Was für den Hund Gift ist

Was Hunde keinesfalls fressen oder saufen sollten

Viele Lebensmittel, die zu unserer Ernährung gehören, können für den Hund Gift sein. Hier eine Übersicht über das, was ein Hund nicht fressen sollte.

KnoblauchKnoblauch

Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Knoblauch gegen Parasiten hilft. Bislang konnte dies aber noch nicht belegt werden, wohl aber, dass Knoblauch einen Hund töten kann.
So bewirken 5 g Knoblauch pro kg Körpergewicht über 7 Tage, die sogenannte Hämolyse (Absterben der roten Blutkörperchen).
Das ist zwar relativ viel, aber auch die Gabe kleinerer Mengen über einen längeren Zeitraum können zum Krankheitsbild führen.
Daher raten Tierärzte generell davon ab, Knoblauch zu verfüttern.

Milch und MilchprodukteMilch

Bei Milch und Milchprodukten ist Vorsicht angesagt. Einige Tiere vertragen die Laktose nicht und bekommen heftigen Durchfall. Deshalb sollte man das genau beobachten und ausloten. Wer möchte, der kann laktosefreie Milch ausprobieren.

 

SchokoladeSchokolade

Kakao und Schokolade, dabei besonders Bitter- und Zartbitterschokolade sowie Back- und Kochschokolade, sollte man wegen des Theobrominanteils nicht ins Futter für den Hund geben. Das in der Schokolade enthaltene Theobromin ist für den Hund giftig. Bei einem kleinen Hund können schon zwei kleine Stückchen Schokolade lebensgefährlich sein.

 

NüsseNüsse

Nüsse sollte man nicht an den Hund verfüttern, weil sie zum einen sehr fettreich und zum anderen schädliches Phosphor enthalten.

Auf Haselnüsse reagieren die meisten Hunde allergisch.

Mandeln führen zu allergischen Reaktionen und Vergiftung aufgrund der Bitterstoffe

Bei Walnüssen könnte die Schale pilzbefallen sein, was bei Hunden zum Tod führen kann.

Rohes Schweinefleisch

Bei rohem Schweinefleisch ist Vorsicht geboten, weil es das Aujeszkyvirus enthalten könnte. Hunde können ebenfalls mit dem Aujeszkyvirus über Wildschweinkadaver in Kontakt kommen. Das Virus löst eine tollwutähnliche Reaktion aus und verläuft tödlich. Da der Mensch für dieses Virus nicht empfänglich ist, wird Schweinefleisch aktuell im Verkauf nicht darauf getestet.

Roher Fisch Rottweiler Freunde DeutschlandRoher Fisch

Fisch stellt einen der hochwertigsten Eiweißlieferanten dar. Fisch enthält unter anderem viel Vitamin D und einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Somit ist er auch für ältere Hunde sehr gut geeignet. Der hohe Anteil an essenziellen Fettsäuren stärkt das Immunsystem. Das gute Verhältnis von Kalzium, Phosphor und Natrium unterstützen besonders auch ältere Hunde.

Doch auch bei rohem Fisch scheiden sich die Geister. So kann roher Fisch mit Salmonellen oder dem Fischbandwurm belastet sein. Daher ist man, zumindest bei Süßwasserfischen, gut beraten, den Fisch erst zu kochen.

Viele Barfer vertreten die Meinung, dass hierbei wertvolle Vitamine zerstört werden.

Ein Kompromiss könnte sein, die Fische zu garen.

Salz

Salz ist nicht gut für den Hund, weil es den Flüssigkeitshaushalt durcheinanderbringt. Das gilt auch für salzhaltige Knabbereien, die natürlich ebenso unpassend für den Hund sind. Es ist darauf zu achten, dass der Hund immer genug zu trinken hat, um so die natürliche Ausscheidung von Salz zu fördern.

Zuckerersatzstoffe in Diabetikerprodukten

Die Zuckerersatzstoffe Xylit (Xylitol) und Lignit führen zu einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckerspiegels und das schon bei einer geringen Aufnahmemenge. Enthalten sind diese Stoffe in vielen Diabetikerprodukten.

Alkohol, Koffein und Nikotin

Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber trotzdem darf an dieser Stelle dieser Hinweis nicht fehlen: Alkohol und Koffein sind tabu für Hunde.

Das gilt natürlich auch für alle Lebensmittel, in denen Alkohol und Koffein verarbeitet sind. Alkohol ist Gift für die Vierbeiner und kann schon in einer kleinen Menge zu Erbrechen, Koordinationsstörungen und anderen Symptomen führen. Ähnliches gilt für Koffein, das unter anderem den Puls beschleunigt und den Blutdruck in die Höhe treibt.

Nikotin (zum Beispiel durch Zigarettenstummel) ist natürlich ebenfalls nichts, was Hunde fressen dürfen. Es kann Erbrechen und Kreislaufprobleme hervorrufen.

Nachtschattengewächse (rohe Kartoffeln, Auberginen und Tomaten)kartoffel-tomate-aubergine

Nachtschattengewächse wie Auberginen, Tomaten oder Kartoffeln enthalten Solanin. Insbesondere grüne Tomaten und grüne oder keimende Kartoffeln haben einen hohen Anteil des natürlichen Toxins. Auch Kartoffelschalen weisen einen hohen Solaningehalt auf. Kartoffeln sollten deshalb nur gekocht und ohne Schale verfüttert werden. Im Übrigen sollte auch das Kochwasser in den Ausguss wandern, da sich das wasserlösliche Solanin darin ansammelt.

Auch Paprika sollten lieber nur gekocht servieren. Überreife Tomaten sind dagegen auch in rohem Zustand unbedenklich, sofern sie keine grünen Stellen aufweisen.

Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Durchfall, Schleimhautreizung.

Obstkerne

Die Kerne von einigen Früchten zum Beispiel von Pflaumen, Aprikosen, Pfirsichen oder Kirschen enthalten Cyanid. Dieser Stoff wird im Magen zu Blausäure umgewandelt, die wiederum die Zellatmung zum Erliegen bringen kann. Dadurch käme es letztlich zu einer inneren Erstickung und die Zellen würden aufgrund von Sauerstoffmangel absterben. Solche schweren Vergiftungssymptome sollen jedoch nur nach dem Verzehr größerer Mengen aufgetreten sein. Grundsätzlich empfiehlt es sich aber, allein schon aufgrund der Größe und entsprechender Verstopfungsgefahr, Obstkerne zu entfernen, wenn man dem Vierbeiner etwas Fruchtiges in den Napf geben möchte.

Symptome einer Vergiftung: Atembeschwerden und Atemnot, Durchfall, Erbrechen, Fieber, Krämpfe, Speicheln.

HülsenfrüchteRohe Hülsenfrüchte

Bohnen, Kichererbsen und einige andere Hülsenfrüchte sollten weder vom Menschen noch vom Tier roh verzehrt werden. In ihnen ist das Gift Phasin enthalten. Es handelt sich dabei um ein Lektin (ein Zucker bindendes Eiweiß), das die roten Blutkörperchen verklumpt. In großen Mengen ist der Verzehr von rohen Hülsenfrüchten daher tödlich. Die giftige Dosis hängt jedoch (wie bei fast allen Lebensmitteln) von der Konstitution des Konsumenten ab.

Symptome einer Vergiftung sind Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Durchfall, Erbrechen, Fieber und Krämpfe.

PilzePilze

Pilze gehören grundsätzlich nicht in die Futterschüssel. Niemand kann sicher sagen, wie die Inhaltsstoffe eines Pilzes ganz spezifisch auf den Organismus von Hunden wirken: langfristig Blut zersetzend, krebserregend, Nieren oder Leber schädigend. Gerade als Pilzsammler mit Bestimmungsbuch weiß man über die gefundenen, seltenen Pilze und ihre Wirkung auf Hunde oft gar nichts. Neben den bekannten Giftwirkungen sind deshalb, je nach Pilzart, ganz spezielle toxische Wirkungen auf den Hund zu befürchten, Wirkungen, die vielleicht wissenschaftlich noch gar nicht bekannt sind.

Brokkoli

So gesund das Gemüse für uns Menschen auch ist; für die Verdauung des Hundes ist es eine Belastung. Es ist für den Hund zwar nicht direkt toxisch, der Wirkstoff Isothiocyanat im Brokkoli reizt aber den Darm.

Tee

schwarzer und grüner Tee enthält wie Kaffee als Wirkstoff Koffein. Der in diesen Tees enthaltene Wirkstoff wird auch als Tein, Teein oder Thein bezeichnet und entspricht dem Koffein. Diese Tees sind daher für den Hund verboten. Weitere Details siehe unter Kaffee.

Knochen, insbesondere Geflügelknochen

Knochen sind grundsätzlich natürlich kein Gift, obwohl sie erhebliche Schäden hervorrufen können (siehe -> Knochenkot)

Geflügelknochen können splittern und den Verdauungstrakt des Hundes schwer verletzen.

KohlKohl

Kohl und die verschiedenen anderen Kohlarten rufen Blähungen hervor (siehe -> Blähungen beim Hund)

Kohl ist zwar nicht giftig, aber eine vermeidbare Ursache für Blähungen. Diese sind für den Hund quälend, und für den Menschen auch nicht gerade angenehm.

 

 

Verdorbene Lebensmittel

Hunde vertragen zwar mehr als wir Menschen, die Futterhygiene sollte aber trotzdem sehr ernst genommen werden. Verschimmelte Nahrungsreste und halb volle Futternäpfe in der Sonne können zu einem Brutherd für Bakterien werden. Im Extremfall können verdorbene Lebensmittel auch beim Hund zu einer Nahrungsmittelvergiftung führen.

Cola, Energydrinks und andere koffeinhaltige Getränke

Der für den Hund gefährliche Inhaltsstoff im Koffein ist Methylxanthin. Methylxanthin erhöht den Blutdruck, beschleunigt den Puls, verengt die Blutgefäße und vermindert die Reizschwelle der Nerven im Gehirn. Es kann zu Erbrechen und Durchfall kommen. Bei höherer Dosis zu Unruhe, Zittern und Krampfanfällen und bei sehr schweren Fällen einer Koffeinvergiftung zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen.

Deshalb gilt: Cola, Energygetränke und andere koffeinhaltige Getränke sind für Hunde tabu.

Stark gewürzte Speisen und Speisereste

Grundsätzlich sollte der Hund überhaupt nichts Gewürztes zu fressen bekommen. Stark gewürzte Speisen (Pfeffer, Chili, Curry, Muskatnuss, etc.) sind für seine empfindlichen Sinne viel zu intensiv.

Geflügelfleisch

Geflügelfleisch muss wegen der Salmonellengefahr (Salmonellose) grundsätzlich sehr gut durchgegart werden

MedikamenteMedikamente

Medikamente sind natürlich keine Nahrungsmittel – nur leider sieht das unser Hund oft anders.

Medikamente müssen deshalb strikt außerhalb der Reichweite des Hundes aufbewahrt werden und dürfen auch in der Verpackung niemals herumliegen.

Die Einnahme sollte im Bad stattfinden, wenn der Hund draußen ist. Fällt jetzt eine Tablette zu Boden, ist sie nicht gleich verschluckt.

Medikamente aus der Humanmedizin dürfen niemals ohne Absprache mit dem Tierarzt dem Hund gegeben werden. Nicht einmal Hustensaft.

Die nachfolgende Liste gefährlicher Medikamente für den Hund ist nur eine kleine Auswahl.

  • Aspirin (Acetylsalizylsäure, ASS) – Organschäden, wirkt bei hoher Dosis tödlich
  • Paracetamol – führt zu Magenblutungen und Leberschäden
  • Ibuprofen – Orientierungsstörungen, Erbrechen
  • Diclofenac – Blutungen, Erbrechen und Durchfall

Medikamente herumliegen zu lassen oder in Gegenwart des Hundes einzunehmen, ist gefährlich, weil der Hund die giftige Dosis gleich gefressen hat. Das kann so schnell gehen, dass wir nicht wissen, ob die heruntergefallene Pille unter der Schrankwand oder im Magen unseres Hundes verschwunden ist. Schreiner oder Tierarzt?

Deshalb niemals Medikamente herumliegen lassen.

Rohe EierRohe Eier

Das Eiweiß vom rohen Ei hemmt die Aufnahme von Biotin. Andere Bezeichnungen für Biotin sind Vitamin B7 oder Vitamin H. Biotin spielt beim Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle. Vom rohen Ei nur den Eidotter zu füttern ist jedoch o. k. Besser ist es, nur hart gekochte Eier zu füttern. Hart gekochte Eier vermindern zudem das Risiko einer Salmonelleninfektion.

Hundespielzeug aus Weichplastik

als Mensch würde man Spielzeug nicht zu den Nahrungsmitteln zählen. Als Hund dagegen schon, denn so manches Spielzeug landet ganz oder in Teile zerbissen im Magen unseres Hundes. Diese können als Fremdkörper im Verdauungstrakt auch ernsthafte Probleme verursachen. Weitere Details -> Fremdkörper. Die Weichmacher im Plastik und auch andere (undefinierte) Zusatzstoffe können durch die Magensäure und andere Verdauungssekrete aus dem Kunststoff herausgelöst werden. Deshalb kein Weichplastik in Kiefernähe des Hundes. Verwenden Sie unkaputtbare Spielzeuge und statt Spielzeuge aus Weichplastik solche aus Latex.

Im Zweifel kann man sich im Fachhandel beraten lassen.

Schlecht verträgliche Lebensmittel für Hunde

Hier haben wir Ihnen noch ein paar Nahrungsmittel aufgelistet, die zwar für Hunde nicht direkt giftig sind, jedoch schlechter verdaut werden können oder aus anderen Gründen ein Gesundheitsrisiko für den Vierbeiner darstellen.

ButterButter

Die Fettsäuren der Butter sind kurzkettig und können von Hunden weniger gut verdaut werden, als andere Fette. Geringe Mengen sind unbedenklich, zu viel Butter kann jedoch Erbrechen und Durchfall hervorrufen.

 

Gekochte oder gebratene Knochen

Bei aufgeweichten, also gekochten, gebratenen oder gegarten, Knochen ist die Splittergefahr höher. Die Folge: Der Vierbeiner könnte Verletzungen im Mundraum, in der Speiseröhre oder im Magen-/Darmtrakt davontragen. Schlimmstenfalls führt es zum tödlichen Darmverschluss.

Darüber hinaus sollten keine Knochen vom Schwein gereicht werden (siehe „rohes Schweinefleisch“). Rohe Rindermarkknochen, Kalbsknochen oder Lammrippchen sind hingegen eher ungefährlich.

Milchzucker

Milch enthält zwar viele gesunde Nährstoffe, allerdings vertragen viele Hunde den Milchzucker (Laktose) nicht. Zuviel Milchzucker kann deshalb zu Durchfall führen. Laktose reduzierte oder –freie Milch, sowie gegorene Produkte (Quark o. ä.) sind jedoch unbedenklich.

Salzige Knabbereien

Salzige Mahlzeiten sind bei gesunden Hunden – in gewissem Maße – unbedenklich. Grundsätzlich sollte Ihr Hund auch etwas Natrium erhalten, damit der Nährstoffbedarf rundum gedeckt ist.

Bei herz- oder nierenkranken Vierbeinern sollte hingegen besser auf Salz verzichtet werden, da die Wassereinlagerungen zu einer zusätzlichen Belastung von Blutdruck, Herz und Nieren führen.

SüßigkeitenSüßigkeiten

Dass Zucker für unsere Zähne nicht gesund ist, ist uns längst bekannt. Bei Hunden ist das nichts anderes. Zudem – Sie können es sich vielleicht denken – macht Zucker auch die pelzigen Gefährten schlichtweg dick. Giftig ist Zucker für den Vierbeiner zwar nicht, aber andersherum ist er auch nicht wirklich gesund.

Statt mittels Süßigkeiten sollten die Kohlenhydrate eher über Nudeln, gekochte Kartoffeln oder Reis aufgenommen werden. Auch gegen etwas Obst ist nichts einzuwenden, am besten ohne Kerne und teils ohne Schale.

Kritisch ist allerdings der Süßstoff Xylit, der in manchen Bonbons oder Kaugummis enthalten ist. Da diese Substanz eine stärkere Insulinausschüttung hervorruft, sinkt der Blutzuckerspiegel beim Hund drastisch ab. Die Folge können Krämpfe, Koordinationsschwierigkeiten und teilweise Leberschäden oder gar Leberversagen sein. Bonbons und andere Süßigkeiten haben deshalb nichts auf dem Speiseplan eines Hundes verloren. Wenn diese Süßstoffe enthalten, können sie sogar schädlich bis tödlich sein.